Malatelier

An der Schule Arni haben wir ein Malatelier. Dieses wird von den Kindern einmal wöchentlich im Rahmen des bildnerischen Gestaltens vom Kindergarten bis zur 5. Klasse besucht. Der Malraum befindet sich Untergeschoss des Schulhauses.

Warum das Malatelier?
Das Malatelier, ein wertfreier und konkurrenzloser Raum, ermöglicht es mit seinen klaren Regeln, jedes Kind dort einsteigen zu lassen, wo es in seiner Entwicklung steht. Das regelmässige Malen in der anregenden Atmosphäre bietet dem Kind die Chance, seine Bilder entstehen zu lassen. Es gibt kein Richtig oder Falsch, kein Besser oder Schlechter, kein „noch – nicht - können“.
Da die Bilder weder gelobt noch kritisiert und auch nicht untereinander verglichen werden, entdecken alle die Lust und Freude am Malen.
Die Arbeiten werden den Kindern am Ende der Schulzeit mit nach Hause gegeben.

Was lernen die Kinder? Was wird gefördert?
Regelmässiges Malen ist eine Bereicherung. Es weckt die Freude am kreativen Gestalten, fördert die Sensibilität und die Konzentration. Es enthüllt eine reiche Welt der Fantasien und Kräfte.

Gefördert werden unter anderem auch
-   das Selbstvertrauen
-   die Sorgfalt
-   die Körperwahrnehmung
-   die Ruhe
-   die Konzentration
-   die Ausdauer
-   das Eigene Tun ohne Aufgabenstellung
-   die Entwicklung der Kreativität
-   das Einhalten der Regeln

Dem Raum, in dem Ausdrucksmalen stattfindet, kommt eine besondere Bedeutung zu. Er ist leer, die Wände sind mit Holz verkleidet, an denen sich das Malpapier gut befestigen lässt. Es wird stehend an den Wänden und auf grossformatigem, weissem Papier gemalt. In der Mitte des Malraumes steht der Palettentisch, der beidseitig begehbar ist. Auf dem Maltisch befinden sich Gouachefarben. Der Malraum ist wie eine Höhle, in der sich die Malenden geborgen fühlen, es ist der schützende Ort, in dem Bilder immer wieder neu geboren werden.
Im Malraum gibt es feste Regeln, die das Malen und den Prozess unterstreichen, zum Beispiel wird während des Malens in der Gruppe nicht gesprochen, genau so wie über die Bilder anderer Malender nicht geredet wird.
Beim Ausdrucksmalen steht der Malprozess im Mittelpunkt. Es geht nicht darum, was am Ende des Bildes herauskommt, sondern was im Malprozess an Erfahrung und Erlebnis hereinkommt.
Im Malraum treffen sich verschiedene Menschen zum gemeinsamen Tun. Hier zählt nicht der Wettbewerb. Es herrscht vielmehr eine Atmosphäre, in der sich jeder einzelne von der Gruppe getragen fühlt.

Freies Malen
Ob eines oder mehrere Bilder entstehen, hängt vom individuellen Rhythmus ab. Die Malenden sind in ihren zeitlichen und räumlichen Möglichkeiten unbegrenzt.
Mit der Zeit gewinnen die Malenden soviel Zuversicht, dass sie sich ihrem Pinsel anvertrauen, ohne eine konkrete Vorstellung über das entstehende Bild zu haben.

Erfahrungen im Malraum
Erlebt wird: Toleranz, Respekt von den anderen wettbewerbsfreie Atmosphäre, Prozessorientiertheit. Geweckt werden die Freude am Malen, das Spiel mit Farben und Formen und die damit verbundene Sinnlichkeit, die emotionale Intelligenz.

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